Alle Jahre wieder – Singen im Rudel

In diesem Jahr wurde nicht „nur“ stimmungsvoll im Rudel gesungen. Auch Weihnachtsgeschichten und der Überraschungsbesuch des Nikolaus sorgten im voll besetzten Ludgerus-Haus für süße wie besinnliche Momente

Also egal ob Groß oder Klein – alle kamen gleichermaßen auf ihre Kosten und verbrachten einen geselligen Abend mit vorweihnachtlicher Live-Musik.
Wahlweise hatten es sich die Sängerinnen und Sänger auf Stühlen, Sitzkissen oder an Stehtischen gemütlich gemacht – mit festem Blick auf den liedtextgebenden Beamer und „De Spiell-Lü“, die den Zusatz „ut Abschlau“ abgelegt haben, weil längst Musiker aus Nachbarorten das kleine Orchester unterstützen.
Bevor singend losgelegt wurde, wollte Maria Röer vom gastgebenden Heimatverein noch die Gäste begrüßen. „Schön, sehr, sehr schön, dass ihr alle gekommen seid“, fasste sie zusammen und stellte die Musiker und tonangebenden Sänger Sarah Mergenthaler und Henning Rehbaum vor. Die machten dann auch gleich eine Ansage: „Wir sagen euch an, den Lieben Advent“, und alle sangen mit.“
Vorab hatten einige der erwachsenen Rudelsänger ihre Stimmen mit wahlweise Glühwein oder Kaltgetränk geölt, worüber sich ein aufgestelltes Sparschwein freute. „Wir nehmen auch in diesem Jahr kein Geld für die Getränke, freuen uns aber über eure freiwilligen Spenden“, erklärte Maria Röer, die auch bekannt gab, wofür das gespendete Geld verwendet werden soll. „Für eine Teigmaschine – jetzt müssen unsere Bäcker selber ran“, meinte sie die engagierten Männer, die sich um den heimatvereinseigenen mobilen Ofen kümmern.
„In der Weihnachtsbäckerei“ wurde passend zum Thema angestimmt, bevor jemand an die Tür klopfte. Der Nikolaus, alias Willi Berheide, sorgte nicht nur bei den Kindern für große Augen. Mit Rauschebart und im festlichen Gewand berichtete er: „Von drauß, aus der Hohen Ward da komm ich her, ich muss euch sagen, das war ein Malheur. Von wegen Licht hier auf den Tannenspitzen – überall trat ich in Regenpfützen.“ Was die Laune des heiligen Mannes aber nicht schmälern konnte. Sogar ein süßes Geschenk hatte er dabei und präsentierte sich umweltbewusst: „Halt, noch einen Augenblick – die Verpackung nimmt der Nikolaus gerne wieder mit.“
Dann wurde weitergesungen und noch zwei Weihnachtsgeschichten gelauscht – erzählt von Elke Große Perdekamp und Maria Röer, die etwa vom eigentlichen Wert der Weihnachtsgeschenke handelten. „Stille Nacht“ wurde gegen Ende der unterhaltsamen Veranstaltung angestimmt, was der anschließenden Sache aber nicht ganz gerecht wurde.
Auf der Wiemhove hatte der Heimatverein die neuen Holzhütten aufgebaut, die von verschiedenen Gruppen, Vereinen, Verbänden auf Anfrage bis zum 4. Januar individuell genutzt werden können. Natürlich sollten die stabilen und mit Lichterketten bestückten Buden entsprechend eingeweiht werden. Was nicht nur die Stimmung, sondern wohl auch den Spendenpegel für die Anschaffung der Teigmaschine weiter ansteigen lässt.
Bericht WN 08.12.2025